FAQ

Fragen und Antworten

Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Sind sie unten nicht dabei, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Häufige Fragen zur FSC®/PEFC-Zertifizierung als Teilnehmer der ZGD:

  • Wer kann an der ZGD teilnehmen?
  • Was kostet die Teilnahme an der ZGD?
  • Mit welchem Aufwand ist bei der Zertifizierung als Teilnehmer der ZGD zu rechnen?
  • Bekomme ich als Teilnehmer ein eigenes FSC- bzw. PEFC-Zertifikat?
  • Wie lange dauert es, bis wir zertifiziert sind?
  • Gibt es Nachteile der FSC- bzw. PEFC-Gruppenzertifizierung gegenüber einer Einzelzertifizierung?
  • Müssen wir uns überhaupt zertifizieren lassen?
  • Gibt es für die Herstellung von FSC- und PEFC-zertifizierten Produkten weitere Umweltkriterien?
  • Ist die PEFC- oder die FSC-Zertifizierung für uns sinnvoll?
Ursprünglich wurde die ZGD mit Druckereien gegründet. Heute steht sie allen kleinen holz- oder papierverarbeitenden Betrieben und Handelsunternehmen offen.

Siehe Teilnahmebedingungen.

Die Kosten für die Teilnahme an der ZGD liegen unter denen einer durchschnittlichen Einzelzertifizierung. Im Gegensatz zur Einzelzertifizierung beinhaltet die Teilnahme an der ZGD neben den Kontrollen auch Beratungsleistungen. Somit werden auch die internen Kosten erheblich gesenkt. Gerne nennen wir Ihnen die konkreten Teilnahmegebühren. Nehmen Sie dazu bitte mit uns Kontakt auf.
Der Aufwand, ein standardkonformes Chain of Custody (CoC)-System einzurichten, ist für den Teilnehmer relativ gering, da die erforderlichen Dokumente und Schulungen von der Gruppenleitung gestellt bzw. durchgeführt werden. Für die Vorbereitung der Zertifizierung ist insgesamt mit ein bis zwei Tagen zu rechnen.

Interner Aufwand entsteht dann noch, um die Identifizierbarkeit, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation der zertifizierten Materialien bzw. Aufträge zu gewährleisten. Auch dabei hilft die Gruppenleitung.

  Ja. Bei Gruppenzertifizierung tritt der Teilnehmer einem bereits bestehenden Zertifikat bei, das auf die Gruppenleitung ausgestellt ist. Der Teilnehmer bekommt jedoch eine individuelle Zertifikatsurkunde.
Da die Dokumente, Prozesse und Strukturen bereits bestehen und von neuen Teilnehmern übernommen werden, geht es in der Regel wesentlich schneller, dem Gruppenzertifikat der ZGD beizutreten, als eine eigene Einzelzertifizierung zu realisieren. Von Vertragsunterzeichnung bis zur Zertifikatsvergabe dauert es bei der ZGD im Durchschnitt drei bis sechs Wochen. In eiligen Fällen kann es auch schneller gehen.
Nein. Teilnehmer der ZGD haben das gleiche Recht zu Herstellung und Handel von zertifizierten Produkten und zur Nutzung der FSC- bzw. PEFC-Warenzeichen wie bei einer Einzelzertifizierung. Es besteht auch kein Risiko für einzelne Teilnehmer, das Zertifikat zu verlieren, weil ein anderer Teilnehmer gegen die Anforderungen verstößt. Denn dann wird dieser aus der Gruppe ausgeschlossen, um das Gruppenzertifikat nicht zu gefährden. Bei FSC nutzen alle Teilnehmer die gleiche Warenzeichen-Lizenznummer. Ein Nachteil entsteht dadurch aber nicht.

Als Gruppenteilnehmer ist ein Betrieb abhängig von der korrekten Arbeit der Gruppenleitung. Mit Ulf Sonntag Consulting als Gruppenleitung können sich die Teilnehmer sicher sein, in guten Händen zu sein (siehe auch www.ulfsonntag.de).

Die FSC- und PEFC-Warenzeichen sind geschützt und dürfen nicht ohne Kontrolle verwendet werden. Die Kontrolle erfolgt durch die Zertifizierung, bei der unter anderem überprüft wird, ob die eingesetzten Materialien zulässig sind, also das Produkt überhaupt das FSC- bzw. PEFC-Label tragen darf, und ob dies korrekt abgebildet ist. Nur zertifizierte Unternehmen dürfen Produkte mit FSC- bzw. PEFC-Zertifizierungsaussage verkaufen und bewerben (Ausnahme: Einzelhandel).

Verlangt ein Kunde also ein FSC- oder PEFC-zertifiziertes Produkt und ggf. dessen Kennzeichnung mit Label, muss der Anbieter über ein gültiges Zertifikat verfügen. Dann kann er auch mit dem FSC- und/oder PEFC-Logo werben und somit sein Nachhaltigkeitsengagement glaubwürdig darstellen.

Nein. Die FSC-Zertifizierung bezieht sich ausschließlich auf die Herkunft des Holzes bzw. Papiers. Die Aussage ist „… aus verantwortungsvollen Quellen“.

Es gibt keine weiteren Kriterien z. B. zu eingesetzten Farben oder Leimen, oder zu Energieverbrauch oder Klimabilanz. Daher sollte man das FSC-Label auch nicht als Ökolabel bezeichnen, sondern eher als Herkunftsnachweis. Sollen über das Produkt weiterführende Aussagen gemacht werden, können weitere Zertifizierungen sinnvoll sein, z. B. klimaneutrales Drucken.

Die Entscheidung, welches Zertifizierungssystem das angebrachte ist, hängt im Wesentlichen von der Nachfrage der Kunden und von der Verfügbarkeit der Materialien ab. Aus einem PEFC-zertifizierten Holz lässt sich kein FSC-zertifiziertes Produkt herstellen und umgekehrt. Die Zertifizierungssysteme erkennen sich gegenseitig nicht an. Es kann auch sinnvoll sein, sich nach beiden Systemen gleichzeitig zertifizieren zu lassen, was mit der ZGD problemlos möglich ist. Ein Entscheidungsfaktor kann natürlich auch sein, welches der beiden Systeme man für glaubwürdiger oder anerkannter hält, und ob man sich hier politisch positionieren möchte.